Happy End für die Studienbücher von Joseph Beuys im ersten großen KGSG Verfahren 

RA Dr. Hannes Hartung hat den Joseph Beuys Estate, Jessyka Beuys und Wenzel Beuys erfolgreich gegen das Land Nordrhein-Westfalen vertreten. In dem ersten großen Verfahren nach dem neuen Kulturgutschutzgesetz wurden gegen die Studienbücher I, III und IV aus „Projekt Westmensch“ ein Ausfuhrverbot verhängt und ein Unterschutzsstellungsverfahren eingeleitet. Er konnte die Eintragung dieser Kunstbücher von Joseph Beuys in die Liste nationalen Kulturgutes mit Hilfe des namhaften Beuys Experten Professor Dr. Helmut Friedel verhindern. Sie sind jetzt auch wieder frei zur Ausfuhr. Dieses große Verfahren zeigt, dass die Behauptungen der Behörden, es gebe keine großen und schwierigen Verfahren nach dem neuen KGSG, unzutreffend sind. Die Befürchtungen der Kritiker des neuen Gesetzes haben sich wohl auch in diesem spannenden Verfahren mit happy end bestätigt.

Quelle: Dr. Hannes Hartung | LinkedIn

Symposium zu Künstlernachlässen in München

Thema Künstlervor- und –nachlässe

Künstlerische Arbeiten, die im Leben einer Künstlerin / eines Künstlers entstehen, gehen aus Unwissen und Nachlässigkeit verloren oder sind auf viele Orte verteilt, so dass es unmöglich ist, deren Bestand zu sichern. Der gefräßige Zeitgeist lässt manchem wichtigen Werk keine Chance, erhalten zu bleiben und so bedarf es vieler Initiativen und engagierter Nachlassverwalter, die sich dem Erhalt von zusammenhängenden Kulturentwicklungen gegenüber verantwortlich fühlen, wie auch dem Einzelwerk.
Noch ist dieses Thema mit all seinen Schwierigkeiten, aber auch Möglichkeiten in dem Bewusstsein von Kulturpolitikern und sogar bei der Künstlerschaft selbst, nicht im vollen Umfang angekommen.
Fehlende Lagerräume, mangelnde Finanzierungen, fehlende Archivierungsdaten  aber auch die Unkenntnis über Erb – und Steuerrecht müssen diskutiert werden. Der Erhalt von Kulturgütern, gerade auch von unbekannten KünstlerInnen kann nicht nur die Aufgabe von Privaterben oder Ehrenamtlicher sein.
Das Symposium möchte den Blick auf dieses immer bedeutender werdende Problem richten. Wir wollen Anregungen und Lösungen vermitteln.

Donnerstag, 19. Oktober 2017  13.00-19.00 Uhr
Freitag, 20. Oktober 2017  9.00-18.00 Uhr

Donnerstag, 19. Oktober 2017
12.30 Einlass und Ankommen
13.15 Begrüßung:  Wolfgang Schikora, 2. Vorsitzender BBK München und Obb. e.V.

13.30-14.00 „Künstlernachlässe und das Problem der Eigenverwaltung“
Impulsvortrag von Frank Michael Zeidler, Künstler, Vorstand Stiftung Kunstfonds

14.00–14.45 Gespräch: Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München und Frank Michael Zeidler, Künstler, Vorstand Stiftung Kunstfonds

15.00–15.30 „Das Archiv eines Archivesammlers“

Vortrag, Dr. Andreas Strobl, Kunsthistoriker, Vorstandsmitglied der Stiftung Kurt Benning
15.30–16.00  Fragen

16.00–16.30 Christian Marek, Rektor in Ruhestand zum Nachlass Hans Marek
16.30-17.00 Fragen

Häppchen & Getränke

 

 

 

 

 

 

Freitag, 20. Oktober 2017
09.00 Einlass und Ankommen

09.30 – 10.00  Simone Heller, Vorsitzende Landesverband Bildende Kunst Sachsen e.V.: Nachlass-Perspektiven in Sachsen – zum Stand der Dinge
10.00 – 10.30  Fragen

10.30 – 11.00  Prof. Dr. Gora Jain, Vorsitzende Forum für Künstlernachlässe Hamburg und Bundesverband Künstlernachlässe (BKN): Perspektiven für Künstlernachlässe
11.00 – 11.30  Fragen

11.30 – 12.00  Wolfgang Herzer: Künstlerischer Leiter Kunstverein Weiden / Museum Max Bresele: Nachlass Max Bresele
12.00 – 12.30  Fragen

12.30 – 13.30  Mittagspause

13.30 – 14.00  Dr. Hannes Hartung, Rechtsanwalt, Praktische Hürden & Rechtliche Chancen
14.00 – 14.30  Fragen

14.30 – 15.00  Sabrina Hohmann, Künstlerin, „Der Tod des Künstlers ist der Kunst egal“, zum Nachlass Prof. Andreas Weizäcker
15.00 – 15:30  Fragen

15.30 – 16.00  Kaffee

16.00 – 17.00    Podiumsdiskussion mit Isabell Zacharias, MdL, bayernSPD, Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL FREIE WÄHLER, Dr. Hannes Hartung, Rechtsanwalt, Frank Michael Zeidler, Vorstand Stiftung Kunstfonds, Stefanie Zoche, Künstlerin, Dr. Corinna Thierolf, Hauptkonservatorin Pinakothek der Moderne

17.30  Verabschiedung

Moderation des Symposiums: Birgit Kolkmann
Moderatorin, Autorin, Redakteurin Deutschlandfunk Kultur, Radio Bremen

 

Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis spätestens 8. Oktober 2017 an: per E-Mail an info@bbk-muc-obb.de

Der Unkostenbeitrag pro Person beträgt für einen Tag € 10, für BBK-Mitglieder € 5
für beide Tage € 20, für BBK Mitglieder € 10

 

Monika Grütters: Statt Allianzen zu schmieden, verhedderte sie sich in Kleinkriege | ZEIT ONLINE

Viele Freundschaften aus Zeiten, als sie ein geachtetes Mitglied des Kulturausschusses des Bundestags war, zerbrachen an der Durchsetzung des Kulturgutschutzgesetzes. Mit dem Kunsthandel steht die Bundeskulturpolitik seither auf Kriegsfuß. Das ist eine Branche, die am Ende für die Zirkulation von Kunst sorgt und auf die – als Käufer wie als Begünstigte von Stiftungen und Leihgaben aus privater Hand – auch die öffentlichen Museen angewiesen bleiben. Die Fronten sind verhärtet, und die Ministerin besteht auf einem ebenso altmodischen wie wirklichkeitsfremden Gegensatz: Hier die hehre Kunst, dort die Raffzähne, hier die Politikerin mit ihrem Gesetz als Verteidigerin der idealen Werte, dort die Kapitalisten, die nur Spekulation im Sinn haben.

Quelle: Monika Grütters: Statt Allianzen zu schmieden, verhedderte sie sich in Kleinkriege | ZEIT ONLINE

Kunst-Anwalt Hannes Hartung: Die Suche nach der gerechten Strafe für illegalen Abriss | Nachrichten | BR.de

Der illegale Abriss des kleinen Handwerkerhäuschens im Münchner Stadtviertel Giesing Anfang September hat viele schockiert und eine Debatte über die Denkmalpflege im Freistaat in Gang gebracht. Fragen von Julia Zöller an Rechtsanwalt Hannes Hartung, der unter anderem den Kunstsammler Cornelius Gurlitt vertreten hat.

Quelle: Kunst-Anwalt Hannes Hartung: Die Suche nach der gerechten Strafe für illegalen Abriss | Nachrichten | BR.de

Wo bleibt die Kulturpolitik im Wahlkampf? | Kultur | DW | 13.09.2017

Das neue Kulturgutschutzgesetz ist auch Wahlkampthema in der Bundestagswahl. Als einzige Partei spricht sich die FDP offen dagegen aus.

In den Wahlprogrammen der Parteien steht Kultur nicht gerade an erster Stelle. Viele Diskussionen werden vor allem über die Feuilletons ausgetragen. Wir zeigen, welche Kulturthemen auch Potential im Wahlkampf haben.

Quelle: Wo bleibt die Kulturpolitik im Wahlkampf? | Kultur | DW | 13.09.2017